Thomas Kreimeyer

Thomas Kreimeyer ist sich unterhaltender Unterhalter. Er kommt mit den Zuschauern ins Gespräch.
Die Zuschauer kommen mit ihm ins Gespräch. Und schon entsteht Unterhaltung. So, wie es das Theater noch nie erlebt hat. Mehr aus dem Leben gegriffen geht nicht. Denn Kreimeyer nimmt die Zuschauer beim Wort, nimmt das Leben wörtlich. Die Diskussion von Gesellschaft als Spiel auf der Bühne hat zu allen Zeiten und in unterschiedlicher Ausprägung überall auf der Welt stattgefunden, und sie findet auch heute noch statt. Die Mittel, die eingesetzt werden müssen, um ein Publikum zu erreichen, müssen zeitgemäß sein. Und zeitgemäß bedeutet für Kreimeyer in erster Linie, zwischen den Menschen - eine teilweise verloren gegangene - Kommunikation und Interaktion zu beleben.
Theater erzählt über Menschen, über das Leben. Die Zuschauer können wieder erkennen und Neues entdecken. Ein Bühnengeschehen kann bestätigen oder konterkarieren, kann neue Perspektiven eröffnen, den Blick für Alternativen schärfen, und das nicht als didaktisches Strukturprinzip von oben herab, sondern ausgehend von den Zuschauern selbst, deren eigene Rolle ständig zwischen Zuschauer und Akteur hin und her wechselt. An einem einzigen Kreimeyer-Abend kann vom Lustspiel übers Drama bis zum Kabarett alles geschehen. Und das tut es auch.